Film „Luft zum Atmen“

Am Montag, den 04.11.2019, 20 Uhr, Moritzhof, Moritzpl. 1, 39124 Magdeburg

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1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionäre bei Opel in Bochum die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter“(GoG). Die GoG existierte über 40 Jahre und hat mit ihrer radikalen Betriebsarbeit den Widerstandsgeist in der Bochumer Belegschaft befeuert.

Als Betriebsräte gaben sie geheime Informationen an die Belegschaft weiter, sie sorgten für achtstündige Betriebsversammlungen, kämpften gegen Krankenverfolgung, organisierten ihren eigenen Bildungsurlaub und versuchten sogar, auf eigenen Faust direkte internationale Solidarität zwischen den verschiedenen General Motors Belegschaften in Europa herzustellen, um sich gegen die Standorterpressungen in den 90er Jahren zur Wehr zu setzen.

Ihre radikalen Aktivitäten kulminierten schließlich in einem der wichtigsten Wilden Streiks deutschen Nachkriegsgeschichte, als die Belegschaft im Oktober 2004 sechs Tage lang das Werk besetzte und die Produktion in ganz Europa lahmlegte.

Ein Portrait von Kollegen, die sich Gehör verschafften.

Jeder Tag ist Kampftag! – Veranstaltungen rund um den 8. März

Ein Zusammenschluss aus Einzelpersonen und einzelnen weiblichen Mitgliedern von verschiedenen politischen Gruppen aus Magdeburg, an dem auch die FAU Magdeburg beteiligt ist, organisiert eine Veranstaltungsreihe rund um den Frauenkampftag 2019.

Alle Informationen und Termine findet ihr hier:

JederTagistKampftagMD.noblogs.org

Auch wir werden in diesem Rahmen zwei Veranstaltungen auf die Beine stellen:

Am 15.2.2019 zeigen wir den Film „Die Frauen der Solidarnosc“ und am 19.3.2019 besuchen uns die Genoss_innen der AG Feministische Kämpfe der FAU Dresden und referieren zu „Feminismus und Gewerkschaft“.

 

18.10.2018: Paris im Mai 1968 – Zwei Kurzfilme

Zwei Kurzfilme über die Ereignisse vor 50 Jahren aus Sicht von BasisaktivistInnen

Paris im Mai 1968

Am Donnerstag, den 18. Oktober 2018, um 19 Uhr im BUND, MD-Stadtfeld, Olvenstedter Str. 10

Im Herbst des Jubiläumsjahrs blicken wir noch einmal zurück auf den größten Generalstreik der französischen Geschichte im Mai/Juni 1968: Faszinosum und Mysterium zugleich.

In einer Zeit ohne Internet und Kopiergeräte, wagten Arbeiter/innen und Student/innen den Aufbruch in eine neue Gesellschaft – jenseits des Kapitalismus. Sie sind damit gescheitert, ihre Kämpfe wurden vom herrschenden System noch (wieder?) einmal eingehegt. Viele ihrer Kritiken trugen jedoch dazu bei, die Gesellschaft zu „modernisieren“ bzw. zu „demokratisieren“ – so der gängige Tenor vieler mehr oder weniger prominenter ZeitzeugInnen anlässlich der Jubliäen.

In dem Film „Die Freunde von Henri“ – gemeint ist der libertäre Kommunist Henri Simon – geben MitkämpferInnen und BasisaktivistInnen Einblicke in ihr Erleben des Mai 68 im Spannungsfeld von Ost und West, zwischen Marxismus, Anarchismus und Situationismus.

Der heute 95-jährige Henri Simon selbst war aktiv an mehreren Arbeitskämpfen beteiligt und verfolgte etliche mehr als Beobachter. Er verfasste zahlreiche Analysen, mit denen er das Denken vieler seiner engagierten Zeitgenossinnen mit prägte.

Der zweite Film „Henri Simon. Aktivismus im Widerspruch“ erzählt vom Alltag des Vollzeitaktivisten, der jedoch für sich eine besondere Rolle in der Entfaltung des Klassenkampfes immer abgelehnt hat und damit der Idee treu blieb, dass jeder revolutionäre Wandel von den Arbeiter/innen selbst herbeigeführt werden muss.

Die von labournet.tv produzierten Filme werden von Andreas Förster, Romanist und Übersetzer aus Berlin, eingeleitet. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

Der Trailer:  LES COPAINS D’HENRI (Die Freunde von Henri)