Vorhang auf für den Klassenkampf!

Deine Überstunden? Unbezahlt. Die Kinderbetreuung? Irgendwie nebenbei. Feierabend? Irgendwann zwischen Meeting und Care Arbeit. So sieht bei vielen Arbeiter:innen aktuell der Alltag im Homeoffice aus. Wenn es denn überhaupt ins Homeoffice geht. Viele können nicht Zuhause arbeiten, da ihr unterbezahlter, aber „systemrelevanter“ Job das nicht zulässt – oder der Chef. Genau der Chef, der sich bei Meetings immer besonders nah zu dir herüber lehnt. Oder dir sagt, dass du ja schon echt gut deutsch sprichst.
Du hast die Schnauze voll? Wir wollen deine Stimme hören! Schreib uns von deinen Erlebnissen auf der Arbeit, von allem, was dich wütend macht, dich nervt, dich verzweifeln lässt. Am 1. Mai rollen wir der Arbeiter:innenklasse den schwarz-roten Teppich aus. Deine Geschichte wird Teil unseres Catwalks der Unterdrückung, der dich und deine Erfahrungen in den Mittelpunkt stellt. Schreibt eine E-Mail an faumd-va@fau.org oder schreibt uns auf den sozialen Medien.
Sei dabei, sei kämpferisch, sei laut!

Aufruf zur Kundgebung am 18. März

Tag der Politischen Gefangenen
Ein Angriff auf Einzelne, ist ein Angriff auf uns alle!

Am 18.03.2021, dem Tag der Politischen Gefangenen, wollen wir, die Freie Arbeiter:innen Union Magdeburg, uns um 15 Uhr auf dem Alten Markt versammeln, um auf Repressionen weltweit und in Deutschland aufmerksam zu machen.
Die Langversion: https://magdeburg.fau.org/events/kundgebung-tag-der-politischen-gefangenen/

Als anarcho-syndikalistische Gewerkschaft lehnen wir ein repressives Justizsystem ab. Gefängnisse und Geldstrafen dienen nur der Abschreckung und keiner Resozialisierung.
Seit fast 100 Jahren versammeln sich am 18. März Arbeiter:innen, um auf politische und soziale Gefangene aufmerksam zu machen. Dabei ist das Datum nicht zufällig gewählt worden. Der 18. März erinnert an den Ausbruch der Barrikadenkämpfe 1848 in Berlin und den Beginn der Pariser Kommune im Jahr 1871, aber auch an ihre Zerschlagung und die folgenden Repressionen. Die Reaktion der Monarchie übte nach ihrem Sieg an den Kommunard:innen blutige Rache. Mehr als 20.000 Männer und Frauen wurden getötet, mehr als 13.000 zu meist lebenslangen Haftstrafen verurteilt.
Die Kommune war der erste Versuch, im Herzen der kolonialen Mächte Europas eine soziale Revolution durchzuführen. Schulen für alle, Selbstverwaltung in den Produktionsstätten oder die Emanzipation der Frauen sind Themen, für die wir auch heute noch kämpfen!

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Auf die Straße zum feministischen Kampftag am 8. März!

Der 8. März ist der internationale feministischen Kampftag. Auf der ganzen Welt gehen feministische und queere Gruppen auf die Straße, um für ihre Rechte einzustehen und gegen patriarchale Herrschaft zu demonstrieren. Auch in Magdeburg wird es, wie in den letzten Jahren, zu Aktionen, einer Demonstration und (symbolischen) Arbeitsniederlegungen kommen. Die FAU Magdeburg ruft zur aktiven Teilnahme an diesen Aktionen auf. Bitte tragt eine medizinische Maske und achtet auf ausreichende Abstände.

Ganzer Tag | Überall | Feministischen Streik 2021

15:30 Uhr | Olvenstedter Platz | Kundgebung „Wir (be-)kriegen die Krise! Heraus zum Frauenkampftag“ -> https://www.instagram.com/frauenkampftag.sfo/

17 Uhr | Hasselbachplatz | Demonstration des Bündnis zum feministischen Kampftag 2021 -> https://www.instagram.com/achtermaerzbuendnis.md/

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Neuer Antrag auf medizinische Masken und passender Widerspruch

Da die Maßnahmen zum Infektions-Schutz weiter bestehen, haben wir eine überarbeitete Version des FFP2-Schutzmasken-Antrags online gestellt (den findet ihr HIER¹). Er beinhaltet jetzt auch das Urteil des Sozialgerichtes Karlsruhe.

Da uns auch die ersten Ablehnungen des Jobcenters erreicht haben, stellt euch unsere Erwerbslosen AG eine Widerspruchsvorlage zur Verfügung (die findet ihr HIER²).

Wenn ihr diesbezüglich oder allgemein Fragen habt, erreicht ihr die Erwerbslosen-AG via Mail: faumd-h4@fau.org, über Telegram, Signal, WhatsApp oder telefonisch Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr unter: 0152 19331173.

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Konsequenter Antifaschismus statt Gesetzesverschärfungen!

Wir als FAU Magdeburg und auch die FAU Halle, sowie viele weitere Gruppen aus Sachsen-Anhalt, haben die Stellungnahme gegen die geplante Verschärfung des Versammlungsrechtes in Sachen-Anhalt mit unterzeichnet.
Hintergrund ist, dass die Landesregierung dies als eine Maßnahme im Kampf gegen Rechts darstellt, um die Kundgebungen und Demos eines stadtbekannten halleschen Nazis verbieten zu können.

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Antrag auf medizinische Masken

Seit dem 25.01.2021 gilt auch in Sachen-Anhalt die Pflicht zu medizinischen Masken beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr. Gerade Leute, die im Hartz IV-System gefangen sind, haben nicht die Möglichkeiten, sich die überteuerten Masken zu leisten.
Aus diesem Grund hat die Erwerbslosen AG der FAU Magdeburg einen Musterantrag auf Kostenübernahme durch das Jobcenter erstellt.
Den Antrag findet ihr Hier.

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Zweierlei Maß im Lockdown

Während zum Schutz der Bevölkerung Gaststätten, Geschäfte und KiTas geschlossen wurden, gilt der Schutz anscheinend nicht für Erwerbslose. Dieser Tage erreichte uns über die Hotline der Erwerbslosen AG ein Anruf einer Kollegin. Diese soll zu einem Bewerbungstraining gehen und sich der Gefahr einer Ansteckung aussetzen, um zu lernen, was sie schon lange kann.

In Zeiten der Pandemie wollen die Jobcenter, wie sonst auch, ihre Statistik säubern, in dem sie Menschen dazu bringen, in sinnlosen Maßnahmen zu sitzen. Denn Erwerbslose, die an solchen Maßnahmen teilnehmen, werden statistisch nicht als Arbeitslose erfasst.

Wir hoffen, dass nach unserer Intervention das Jobcenter und der Bildungsträger der Maßnahme es sein lassen, die Betroffene und andere Leute in nicht systemrelevante Tätigkeiten zu zwingen.
Wenn ihr auch dazu gedrängt werdet, während der Pandemie an Maßnahmen teilzunehmen, dann meldet euch bei uns per Mail (faumd-h4@fau.org) oder über unsere Erwerbslosen Hotline (0152 19331173) Montags bis Freitags von 13 Uhr bis 18 Uhr.
Bleibt gesund und passt auf euch auf!

Neues Jahr – neue Regeln

Mit dem Beginn des neuen Jahres gibt es wieder einige gesetzliche Neuregelungen, von denen wir hier einige kurz auflisten:

So gilt seit Beginn des Jahres 2021 ein neuer Mindestlohn von 9,50 Euro, der dann ab 1. Juni 2021 auf 9,60 Euro erhöht wird.

Der Hartz-IV-Eckregelsatz wurde mit Jahresbeginn auf 446 Euro erhöht.

In Magdeburg wird zudem der „Magdeburg-Pass“, mit dessen Hilfe u.a. bei vielen kulturellen Veranstaltungen ermäßigte Eintrittskarten erworben werden können, durch die „Otto-City-Card“ ersetzt. Diese Karte kann jetzt auch zusätzlich von Wohngeld-Beziehenden beantragt werden.

Achtet also darauf, dass Ihr euch von Ausbeuter:innen und/oder Amt nicht verarschen lasst – auch wenn die Differenz-Beträge eher symbolischer Natur sind.

Wir wünschen Euch einen gesunden Start ins Jahr und allen Kolleg:innen erfolgreiche Kämpfe.