Vortrag „Klasse – Kämpfe – Syndikalismus“

Am Donnerstag, den 14.11.2019, 19 Uhr, Friesenstr 52, 39108 Magdeburg

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Die Verankerung in der Klasse der Lohnarbeitenden war eigentlich immer der gemeinsame Bezugspunkt der Linken. In den letzten Jahr(zehnt)en hat sich das zunehmend geändert – sicher ein wichtiger Grund für das dramatische Abschmelzen ihrer Basis in Europa. In unserem Vortrag wollen wir, ausgehend von einem Überblick über die Entwicklung von Klassenbegriff und Klassenkämpfen, Vorschläge unterbreiten, wie die antikapitalistische Linke wieder alltagstaugliche Perspektiven entwickeln könnte.

Die Revolution in Magdeburg

Die Ereignisse im November 1918 bis zum April 1919 in Magdeburg – Vortrag und Diskussion

Am Donnerstag, den 4. April, 19:00 Uhr in den Räumen des BUND, Olvenstedter Str. 10, 39108 Magdeburg

Die Revolution in Magdeburg
Die Revolution in Magdeburg Volksstimme-Titelseite vom 9.11.1919

Anlässlich des 100. Jahrestages der Novemberrevolution in Deutschland werden die damaligen Ereignisse in Magdeburg nachgezeichnet. Obwohl die Stadt nicht zu den Zentren der revolutionären Erhebung zählte, fanden auch hier einige Kämpfe und Umwälzungen statt. Während der Beginn der Revolution am 9. November 1918 noch vergleichsweise unspektakulär über die Bühne ging, gab es, als sich abzeichnete, dass die Erwartungen, die die ArbeiterInnen in diese gesetzt hatten, kaum erfüllt worden sind, einige Unruhen in der Stadt. Zunächste rebellierte die Soldaten gegen die versuchte Entmachtung der Soldatenräte im Januar 1919, im Februar 1919 gab es einige Hungerrevolten in der Stadt und im April wurden vom sozialdemokratischen Reichswehrminister Noske, der die Ausrufung einer Räterepublik in der Stadt durch eine „Soldatenverschwörung“ befürchtete, Truppen nach Magdeburg entsandt, die die widerständigen Arbeiter und Soldaten zur Räson bringen sollten – mit tragischen Folgen.

Am 8. März auf die Straße!

Wir rufen zur Teilnahme an der Demonstration auf!

8. März 2019 – Demonstration – 17 Uhr, Alter Markt

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Auf ruf des Feministischen Kollektivs Magdeburg:

Im Jahr 1919 kämpften Frauen* gemeinsam für ihr Wahlrecht und 100 Jahre später müssen wir beobachten, wie reaktionäre Kräfte weltweit erstarken und bestehende Ungerechtigkeiten nicht nur gefestigt, sondern auch bereits Erkämpftes wieder bedroht wird.

#KristinaHänelUltras
Ebenso alt wie die Kämpfe um das Frauen*wahlrecht sind die Kämpfe um das Abtreibungsrecht. Als Relikt aus dem Kaiserreich wird ein Schwangerschaftsabbruch immer noch als Straftat (nach §218 StGB) behandelt. Ärzt*innen dürfen (nach §219a) nicht darüber informieren, dass sie Abtreibungen durchführen. Der Zugang zu legalen Abtreibungen ist daher immens erschwert. Nichtsdestotrotz widersetzen sich Ärzt*innen, um über die Möglichkeiten zu informieren oder es gründen sich selbstorganisierte „Untergrund“-Strukturen, um Menschen mit Uterus zu beraten. An verschiedensten Stellen zeigt sich Protest für ein selbstbestimmtes Leben – und der wird in Zukunft noch lauter und sichtbarer werden (müssen)!

#UniteResistFeminist
Weltweit erlebt fast jede Frau* im Laufe ihres Lebens Gewalt – besonders in Familien und Beziehungen. Diese Fälle werden von staatlichen Strukturen oft nicht ernst genommen und die Betroffenen müssen sogar damit rechnen, der Mitschuld bezichtigt zu werden. Sexualisierte Gewalt ist eine permanente Bedrohung – sei es auf der Straße, der Flucht oder sogar in den eigenen vier Wänden. Women* of Color werden aufgrund ihrer sozialen Markierung in dieser weißen Gesellschaft exotisiert und sind somit nicht nur Sexismus, sondern auch Rassismus ausgesetzt. Zudem verhindert der Gedanke einer zweigeschlechtlichen und heterosexuellen Gesellschaftsordnung gewaltsam Lebensentwürfe. Doch auch diesbezüglich zeigt sich immer mehr Widerstand, etwa in Form von Wendo-Kursen, Girl Gangs oder selbstorganisierten female* refugees.

#YouCantKeepUsDown
Kapitalismus und Patriachat sind dafür verantwortlich, dass Frauen* immer noch schlechter als Männer* bezahlt werden – auch wenn sie die gleiche Tätigkeit ausüben. Frauen* sind mehr von prekären Arbeitsverhältnissen im Niedriglohnsektor, Teilzeitjobs sowie Altersarmut betroffen. Neben dem ausbeuterischen Lohnarbeitsverhältnis sind sie nachwievor für die unbezahlte Sorge- und Hausarbeit zuständig. Aus diesen Gründen haben 2018 über 6 Millionen Menschen beispielsweise in Spanien gestreikt, um auf die ungleiche Ressourcen- und Machtverteilung aufmerksam zu machen.

Von dieser Gewalt, Ausbeutung und Diskriminierung profitiert eine gesellschaftliche Ordnung, in der die Norm männlich, cis-geschlechtlich, weiß, abled, bürgerlich und heterosexuell ist. Alles was von ihr abweicht, wird abgewertet. Das nehmen wir nicht hin! Kommt mit uns am 08. März 2019 auf die Straße! Für ein selbstbestimmtes, schönes Leben sowie identitätssensibles und solidarisches Miteinander – ohne Macker, Patriärsche und Ausbeutung!

8. März 2019 – Demonstration – 17 Uhr, Alter Markt

After-Action-Konzert – ab 19 Uhr, Insel der Jungend, Maybachstraße

Am 9. März Gewerkschaftsdemo zum Frauenknast Chemnitz!

Als FAU Magdeburg unterstützen wir den folgenden Demonstrations-Aufruf.

Zugtreffpunkt: 8:45 Uhr,  ZOB MD
Abfahrt: 9:14 Uhr, Gleis 8, Hauptbahnhof

Aufruf zur Demonstration zur Frauen-JVA Chemnitz

GG/BO Soligruppen: 9. März 2019 | 13:00 | vor dem Zentralen Hörsaal- und Seminargebäude der TU Chemnitz in der Reichenhainer Straße

Seit 2017 organisieren wir, die Solidaritätsgruppen der Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation, Solidaritätsdemonstrationen für die Gefangenen-Gewerkschafterinnen in der Frauen-JVA Chemnitz. Unterstützt werden wir von feministischen, anarchistischen und basisgewerkschaftlichen Gruppen und Organisationen. Anlass ist jeweils der Frauenkampftag am 8. März, also der Tag der Kämpfe der Frauen um Befreiung und Gerechtigkeit, auch der Frauen, die in der JVA Chemnitz festgehalten werden. Dieses Jahr verorten wir uns dabei in der Bewegung für einen Frauen*streik.

Seit 2018 engagieren sich viele Gefangene der JVA innerhalb der GG/BO und mit einigen von ihnen stehen wir in regem Kontakt. Sie protestieren gegen die völlig unzureichende medizinische Versorgung, gegen die Folgen aus Überbelegung und Personalmangel wie verkürzte Aufschlusszeiten, Wegfall von Freizeitangeboten usw. Sie fordern wie ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen JVAs Mindestlohn, Einbezug in die Sozialversicherungssysteme und volle Gewerkschaftsfreiheit. Dabei vernetzen sie sich sowohl mit anderen engagierten Gefangenen als auch mit den Solidaritätsgruppen der Gefangenen-Gewerkschaft.

Ende 2018 hat die Nachricht für Wirbel gesorgt, dass Beate Zschäpe – NSU-Mitglied, Neonazi und Terroristin – in diesem Jahr in die JVA Chemnitz verlegt werden soll. Das ist für uns noch ein Grund mehr, am 9. März 2019 vor die JVA zu ziehen und den gefangenen Gewerkschafterinnen unsere Solidarität zu zeigen. Denn es sind sie, die in der Knastgesellschaft für Zusammenhalt unter allen Gefangenen und für die Solidarität mit den Unterdrückten einstehen. Damit bieten Sie eine Alternative zum Teile-und-Herrsche zwischen verschiedenen Gefangenen-Gruppen und leisten Widerstand gegen den Rassismus gegen migrantische Gefangene. Um Beate Zschäpe wird sich ein Kreis von Sympathisantinnen und Unterstützerinnen bilden – was wir dagegen tun können, ist, eine Alternative, konkret die Gefangenen-Gewerkschaft in der JVA Chemnitz, zu unterstützen!

Zu diesem Zweck rufen wir Alle auf, sich der Demonstration anzuschließen. Wir würden uns sehr über kurze Grußworte und Botschaften von Gruppen und Organisationen freuen, die wir dann vor der JVA verlesen und im Anschluss an die gefangenen Gewerkschafterinnen reinschicken können. Weiterhin wollen wir wie auch die letzten Jahre Postkarten und Briefe schreiben und nach der Demonstration für sie einwerfen. Wir stellen Postkarten und Stifte. Ihr könnt aber auch vorgefertigte Karten und Briefe mitbringen. Außerdem möchten wir dieses Mal ein Gruppenbild schießen und würden uns sehr freuen, wenn ihr mitmacht – gerne auch mit Gesicht. Auf dem Bild und auch auf der Demonstration insgesamt sind Fahnen und Symbole von Parteien und Staaten unerwünscht.

In den letzten beiden Jahren hat die Polizei jeweils am Ende unsere Demonstration angegriffen, Leute geschlagen und angezeigt. Die Gewalt ging dabei klar von der Polizei aus. Wir werden uns also auch für den 9. März 2019 darauf einstellen müssen, von der Polizei verhöhnt, provoziert, schikaniert und geschlagen zu werden. Lassen wir uns davon nicht einschüchtern! Wir wollen während der Demonstration und auch im Anschluss zusammenhalten und niemanden gegenüber der Gewalt des Staates allein lassen.

Wenn ihr die Demonstration unterstützen wollt, nehmt gerne Kontakt mit uns auf. Ihr könnt dazu die GG/BO-Soligruppe Jena unter ggbo-soli-jena[ät]riseup.netanschreiben.

Solidarität mit den Gefangenen-Gewerkschafterinnen in der JVA Chemnitz!

GG/BO Soligruppe Berlin
GG/BO-Soligruppe Jena
GG/BO-Soligruppe Leipzig
GG/BO Soligruppe Nürnberg

Jena, 21. Januar 2019

Filmvorführung: „Die Frauen der Solidarność“

19 Uhr, Infoladen Salbke (Libertäres Zentrum), Alt Salbke 144

Der Film „Die Frauen der Solidarność“ erzählt die bisher kaum beachtete Geschichte der in der polnischen Solidarność engagierten Frauen. Anfang der 1980er Jahre zählte die freie und selbstverwaltete Gewerkschaft „Solidarność“ über 10 Millionen Mitglieder. Die Hälfte davon waren Frauen. Viele von ihnen waren jahrelang in der Opposition aktiv. Nach dem offiziellen Verbot der Solidarność 1981 waren es in erster Linie Frauen, die die konspirativen Untergrundstrukturen aufbauten und die Bewegung weiterführten. Aber kaum eine von ihnen hatte eine Funktion in den Führungsgremien der Gewerkschaft inne. Die Solidarność und ihr langjähriger Anführer, der Friedensnobelpreisträger Lech Wałęsa, wurden zu Ikonen des gewerkschaftlichen und demokratischen Widerstands. Die Frauen, die sich unter erheblichen persönlichen Risiken und Opfern in der Solidarność engagierten, sind im öffentlichen Bewusstsein dagegen fast nicht präsent. Die Regisseurin Marta Dzido hat sich auf die Suche nach diesen vergessenen Frauen gemacht. Sie fragt nach ihrer Rolle in der Oppositionsbewegung in den 1970er und 1980er Jahren, nach ihren Motiven für ihr Engagement und zeichnet ihre Lebenswege nach der Wende 1989 nach. Sie versucht herauszufinden, warum die Erinnerung an die „weibliche Seite“ der Opposition so komplett in Vergessenheit geraten ist.

Trailer: https://de.labournet.tv/die-frauen-der-solidarnosc

Kundgebung: Solidarität mit dem Aufstand der Gelbwesten!

Kundgebung, Dienstag 05.02.19

Alter Markt, 16-18 Uhr

Der 5. Februar könnte zu einem wichtigen Tag für die Menschen in Frankreich werden. Die Gelbwesten-Bewegung ruft heute zu einem Generalstreik auf. Aus weitgehend unkoordinierten Protesten auf der Straße wird nun eine Ausweitung auf die Betriebe angestrebt, der Ort, wo die „Krisengewinner“ am wirksamsten getroffen werden können.
Die Bewegung entzündete sich im Protest gegen die „Ökosteuer“. Dies war ein weiterer Angriff der neoliberalen Regierung von Macron auf die unteren Schichten. Die Erhöhung der Benzinpreise, genauso wie die Arbeitsmarktreform 2017, trifft alle Lohnabhängigen. Die ersten Methoden des kollektiven Kampfes waren die Besetzungen von Kreisverkehren und Autobahnen, sowie allwöchentliche große Demonstrationen. Aber es wurde erkannt, dass das nur der Anfang der Selbstermächtigung über das eigene Leben sein kann. Diese Entwicklung inspirierte viele Menschen, sich mit „ihren“ – uns alle angehenden – Themen von Ökologie, Ökonomie, Bildung und Antisexismus in die sozialen Proteste einzubringen.
In den hiesigen Medien werden aber vor allem die Ausbrüche von Wut und Gewalt – der Demonstrierenden, nicht etwa der Polizei – in den Mittelpunkt der Berichterstattung gestellt. Dabei ist die Wut der Objekte von Macrons neoliberalem Projekt durchaus verständlich – und angesichts der alltäglichen Gewalt, die allein durch die schamlose Bereicherung einer Klasse von Kapitalisten, Managern und Politikerinnen und der daraus resultierenden zunehmenden Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten ausgeübt wird, mit Abstand das kleinere Übel.
Macron kommen diese Proteste denkbar ungelegen. Durch die Rücknahme einiger sozialer Grausamkeiten der jüngsten Vergangenheit versucht er, „sein“ wütendes Volk zu beruhigen. Gleichzeitig antwortet er mit mehr Polizeigewalt, Einschränkung der Demonstrations- und Meinungsfreiheit.
Die Menschen verstehen, dass der Parlamentarismus an seine Grenzen gelangt ist und erkennen, dass nur sie selbst in der Lage sind, über ihr Leben bestimmen. Sie organisieren sich nun in Basis-Versammlungen und schöpfen in ihnen neue Kraft. Inzwischen sind sie dabei, ihre Proteste landesweit in der „Versammlung der Versammlungen“ zu koordinieren. In Commercy kamen am letzten Januar-Wochenende über 100 selbstgewählte Delegationen aus dem gesamten Land zusammenkamen und riefen zu eben jenem Generalstreik auf.
Mit diesem Kampf für die Selbstermächtigung der Gelbwesten möchten wir uns heute hier solidarisieren, und ihnen zeigen, dass Menschen überall auf ihrer Seite stehen.

Kämpft weiter und haltet durch!
Gegen Ausbeutung – für eine solidarische Welt!

29.11.2018: Die Flamme der Revolution

Deutschland im November 1918/19

Die Flamme der Revolution

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Bernd Langer (Berlin)
Am Donnerstag, den 29. November 2018, 19 Uhr im BUND, Olvenstedter Str. 10

Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Wie kommt es dazu?

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution.

Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps.

Detailreich und lebendig wird in diesem Buch die Geschichte jener Tage erzählt, die eine grundlegende politische Weichenstellung bedeuten. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und eine reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse
nicht zu begreifen. Weiter lesen „29.11.2018: Die Flamme der Revolution“

14.10.2018: Die vergessene Revolution – Nö Theater

Theater

Zeit:

14. Oktober 2018 – 18:00Uhr

Ort:

CampusTheater (ehemals Projekt 7)

Johann-Gottlob-Nathusius-Ring 5

39106 Magdeburg

Die vergessene Revolution

1918 – Eine Revolution. In Deutschland. Und erfolgreich. Im November beendeten die Revolutionär*innen den Weltkrieg, verjagten den Kaiser, stürzten das System, erkämpften die Demokratie und das Frauenwahlrecht. Sie entwickelten zahlreiche gesellschaftliche Alternativen und Utopien. Doch die Revolution wurde verraten, brutal erstickt und hundert Jahre später ist sie fast vollständig vergessen. Selbst im Jubiläumsjahr wird ein mögliches Gedenken von den Jahrestagen Karl Marx‘ und der 68er Bewegung überlagert.

Das nö theater nimmt den Karabiner in die Hand, wendet sich diesem blinden Fleck der Geschichte zu, sucht nach Ursachen, offenen Wunden und versucht in einem flammenden Plädoyer die Revolution dem Vergessen zu entreißen. Ein dokumentarisches Theaterstück über eine Geschichte zwischen zwei Weltkriegen, die sanft beginnt und mit Blut überzogen wird.

Eine Produktion des Nö Theaters in Koproduktion mit dem Theater Tiefrot, dem Polittbüro Hamburg  und der Theaterakademie Köln. Weiter lesen „14.10.2018: Die vergessene Revolution – Nö Theater“

18.10.2018: Paris im Mai 1968 – Zwei Kurzfilme

Zwei Kurzfilme über die Ereignisse vor 50 Jahren aus Sicht von BasisaktivistInnen

Paris im Mai 1968

Am Donnerstag, den 18. Oktober 2018, um 19 Uhr im BUND, MD-Stadtfeld, Olvenstedter Str. 10

Im Herbst des Jubiläumsjahrs blicken wir noch einmal zurück auf den größten Generalstreik der französischen Geschichte im Mai/Juni 1968: Faszinosum und Mysterium zugleich.

In einer Zeit ohne Internet und Kopiergeräte, wagten Arbeiter/innen und Student/innen den Aufbruch in eine neue Gesellschaft – jenseits des Kapitalismus. Sie sind damit gescheitert, ihre Kämpfe wurden vom herrschenden System noch (wieder?) einmal eingehegt. Viele ihrer Kritiken trugen jedoch dazu bei, die Gesellschaft zu „modernisieren“ bzw. zu „demokratisieren“ – so der gängige Tenor vieler mehr oder weniger prominenter ZeitzeugInnen anlässlich der Jubliäen.

In dem Film „Die Freunde von Henri“ – gemeint ist der libertäre Kommunist Henri Simon – geben MitkämpferInnen und BasisaktivistInnen Einblicke in ihr Erleben des Mai 68 im Spannungsfeld von Ost und West, zwischen Marxismus, Anarchismus und Situationismus.

Der heute 95-jährige Henri Simon selbst war aktiv an mehreren Arbeitskämpfen beteiligt und verfolgte etliche mehr als Beobachter. Er verfasste zahlreiche Analysen, mit denen er das Denken vieler seiner engagierten Zeitgenossinnen mit prägte.

Der zweite Film „Henri Simon. Aktivismus im Widerspruch“ erzählt vom Alltag des Vollzeitaktivisten, der jedoch für sich eine besondere Rolle in der Entfaltung des Klassenkampfes immer abgelehnt hat und damit der Idee treu blieb, dass jeder revolutionäre Wandel von den Arbeiter/innen selbst herbeigeführt werden muss.

Die von labournet.tv produzierten Filme werden von Andreas Förster, Romanist und Übersetzer aus Berlin, eingeleitet. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

Der Trailer:  LES COPAINS D’HENRI (Die Freunde von Henri)

24.08.2018: It’s time to organize!

Die FAU stellt sich vor