14.10.2018: Die vergessene Revolution – Nö Theater

Theater

Zeit:

14. Oktober 2018 – 18:00Uhr

Ort:

CampusTheater (ehemals Projekt 7)

Johann-Gottlob-Nathusius-Ring 5

39106 Magdeburg

Die vergessene Revolution

1918 – Eine Revolution. In Deutschland. Und erfolgreich. Im November beendeten die Revolutionär*innen den Weltkrieg, verjagten den Kaiser, stürzten das System, erkämpften die Demokratie und das Frauenwahlrecht. Sie entwickelten zahlreiche gesellschaftliche Alternativen und Utopien. Doch die Revolution wurde verraten, brutal erstickt und hundert Jahre später ist sie fast vollständig vergessen. Selbst im Jubiläumsjahr wird ein mögliches Gedenken von den Jahrestagen Karl Marx‘ und der 68er Bewegung überlagert.

Das nö theater nimmt den Karabiner in die Hand, wendet sich diesem blinden Fleck der Geschichte zu, sucht nach Ursachen, offenen Wunden und versucht in einem flammenden Plädoyer die Revolution dem Vergessen zu entreißen. Ein dokumentarisches Theaterstück über eine Geschichte zwischen zwei Weltkriegen, die sanft beginnt und mit Blut überzogen wird.

Eine Produktion des Nö Theaters in Koproduktion mit dem Theater Tiefrot, dem Polittbüro Hamburg  und der Theaterakademie Köln. Weiter lesen „14.10.2018: Die vergessene Revolution – Nö Theater“

18.10.2018: Paris im Mai 1968 – Zwei Kurzfilme

Zwei Kurzfilme über die Ereignisse vor 50 Jahren aus Sicht von BasisaktivistInnen

Paris im Mai 1968

Am Donnerstag, den 18. Oktober 2018, um 19 Uhr im BUND, MD-Stadtfeld, Olvenstedter Str. 10

Im Herbst des Jubiläumsjahrs blicken wir noch einmal zurück auf den größten Generalstreik der französischen Geschichte im Mai/Juni 1968: Faszinosum und Mysterium zugleich.

In einer Zeit ohne Internet und Kopiergeräte, wagten Arbeiter/innen und Student/innen den Aufbruch in eine neue Gesellschaft – jenseits des Kapitalismus. Sie sind damit gescheitert, ihre Kämpfe wurden vom herrschenden System noch (wieder?) einmal eingehegt. Viele ihrer Kritiken trugen jedoch dazu bei, die Gesellschaft zu „modernisieren“ bzw. zu „demokratisieren“ – so der gängige Tenor vieler mehr oder weniger prominenter ZeitzeugInnen anlässlich der Jubliäen.

In dem Film „Die Freunde von Henri“ – gemeint ist der libertäre Kommunist Henri Simon – geben MitkämpferInnen und BasisaktivistInnen Einblicke in ihr Erleben des Mai 68 im Spannungsfeld von Ost und West, zwischen Marxismus, Anarchismus und Situationismus.

Der heute 95-jährige Henri Simon selbst war aktiv an mehreren Arbeitskämpfen beteiligt und verfolgte etliche mehr als Beobachter. Er verfasste zahlreiche Analysen, mit denen er das Denken vieler seiner engagierten Zeitgenossinnen mit prägte.

Der zweite Film „Henri Simon. Aktivismus im Widerspruch“ erzählt vom Alltag des Vollzeitaktivisten, der jedoch für sich eine besondere Rolle in der Entfaltung des Klassenkampfes immer abgelehnt hat und damit der Idee treu blieb, dass jeder revolutionäre Wandel von den Arbeiter/innen selbst herbeigeführt werden muss.

Die von labournet.tv produzierten Filme werden von Andreas Förster, Romanist und Übersetzer aus Berlin, eingeleitet. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

Der Trailer:  LES COPAINS D’HENRI (Die Freunde von Henri)