FAU Magdeburg mit ihrer Klage gegen UNO Pizza erfolgreich

Nach einer Güteverhandlung am 06.08.2020 vor dem Magdeburger Arbeitsgericht einigten sich ein Kollege und sein ehemaliger Arbeitgeber einer UNO Pizza-Filiale auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und eine Abfindung in Höhe von 600 €, was mehreren Monatslöhnen entspricht. Der ehemalige Lieferdienstfahrer hatte mit Unterstützung der Freien Arbeiter:innen Union (FAU) Magdeburg geklagt. „Die Einigung war ein voller Erfolg! Ich bin froh endlich einen Haken an diese Sache machen zu können und freue mich über das Ergebnis“, so der Kollege Chris nach der Verhandlung.

Dem auf Minijob-Basis arbeitenden Kollegen war im September 2019 vom Chef mündlich gekündigt worden. In der Folge erhielt er keine Schichten mehr trotz angezeigter Arbeitsbereitschaft, wodurch ihm sein monatliches Einkommen gänzlich entfiel. „Gerade in diesem Sektor, in dem viele Studierende arbeiten, ist es fatal, von einem auf den anderen Tag gekündigt zu werden und keinen Lohn mehr zu erhalten. Dagegen wusste sich unser Kollege aber zu wehren“, teilte der Allgemeine Sekretär der FAU Magdeburg mit. Zusammen mit der Basisgewerkschaft FAU formulierte Chris zunächst ein Forderungsschreiben, in dem er den Chef auf die Nichtigkeit einer mündlichen Kündigung hingewiesen hat. Da der Arbeitgeber aber nicht auf das Angebot einging, klagte Chris schließlich erfolgreich vor dem Arbeitsgericht.

Die FAU Magdeburg ist eine anarchosyndikalistische Gewerkschaftsinitiative, die uneingeschränkt auf der Seite der Lohnabhängigen steht und sich für ihre Interessen einsetzt.

[ssba]

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